Weihnachtsmarktgrauen im Vogtland

Gestern Abend begab ich mich mit meinem ollen Kumpel G. Richtung Plauener Weihnachtsmarkt. Lustig und beschwingt, schlenderten wir Richtung Altmarkt. Noch vor dem Altmarkt, auf dem Klostermarkt, erwartete uns das weihnachtliche Grauen. Bunt schillernde Glitzerbuden, gefüllt mit asiatischem Ramsch. Leider wurde es nicht besser, je näher wir dem Altmarkt kamen. Eine ewig lange Reihe von Losbuden und Kinderfahrdingens musste durchquert werden.

Endlich auf dem Markt angekommen, noch mehr Grauen. Die C.oc.a – Co.la Weihnachtstour machte in der Spitzenstadt halt. Ein MördschendeisingVerkaufsbüdchen, ein geheimnisvolles Zelt und eine kleine Bühne, auf der sich 2 doch recht gute Sänger abmühten, das Plauener Publikum zu unterhalten. Naja, den 10 Mann davor hat es gefallen. Die anderen Zuschauer waren dann Mitarbeiter des großen roten Unternehmens. Schlimm. Peinlich.

Ich finde eine so traditionelle Stadt wie Plauen hat es nicht nötig, solch ein buntes Hottentottentheater zu veranstalten. Man möge mir verzeihen, aber ich bin den Annaberger Weihnachtsmarkt gewöhnt. Oder eher verwöhnt. Leider gibt es diese Veranstaltungen auch im Erzgebirge vereinzelt, aber nicht ganz so schlimm.

Auf einen Weihnachtsmarkt gehören für mich Glühwein, Bratworscht, Klitscher, gebrannte Mandeln, Schokofrüchte und Waffeln. Außerdem gemüteliche Weihnachtmusik, Stollen, Räuchermänner und Schwibbogen und der gute alte Hausschuhstand. Mützen und Handschuhe auch. Natürlich auch eine Eisenbahn und ein kleines Karussel.

Nächste Woche sind wir auf dem Weihnachtsmarkt im Wasserschloss Klaffenbach, der mit Handwerkern und Künstlern bevölkert sein wird. Eine andere Form des Weihnachtsmarktes. Bestimmt auch sehr schön, da die Leute hinter den Ständen Ihre Ware in mühevoller Arbeit selber herstellen. Da freue ich mich drauf.

Diesen amerikanisierten Kitsch braucht kein Mensch.

Am Sonntag besuchen wir noch das Vogtlandmuseum in Plauen, wo wieder Dampfmaschinen vorgeführt werden. So richtig alte :O).

3 Comments

  1. Anett

    Da bin ich ganz deiner Meinung.

    Überhaupt mag ich die kleineren Märkte, die vielleicht nur an einem Wochenende statt finden lieber als diese überlaufenen, wo man sich das Kind ans bein ketten muß, um es nicht zu verlieren oder es auf den Schultern sitzen hat, damit es nicht nur Beine und Hinterteile sieht.

  2. zaraffel

    ja leider kannste unsern weihnachtsmarkt vergessen…und früher kamen die trucks auch nicht auf dn markt sondern in den elsterpark..das wär angebrachter gewesen…aber geile aussenbeleuchtung…könnt mir auch gefallen 😉

  3. Nyiri

    Meine Rede, deshalb boykottiere ich den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr komplett. Geht mir brutal auf den Sender, ehrlich. Das hat nichts mehr mit Weihnachten zu tun.

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