Blogprivatisierung – Nein Danke!

In letzter Zeit lese ich immer öfter, dass viele Ihre Blogs privatisieren. Irgendwie erstaunt mich das. Wenn ich mir überlege, dass ich, wenn ich mitlesen will, mich jedesmal bei 10 verschiedenen Blog´s anmelden muss, hätte ich keine Lust darauf. Irgendwie versteh ich das nicht, ist das dann der Sinn des Bloggen`s. Ich würde schon gar nicht auf die Idee kommen, extrem privates hier zu veröffentlichen.

Hier ein Auszug von Frau … äh … Mutti :

Ich blogge nur Inhalte, die von anderen gelesen werden dürfen. Würden meine Inhalte nicht gelesen werden dürfen, dann könnte ich Tagebuch schreiben, mit rosa Tinte mit Erdbeerduft. Würde ich bloggen und niemand läse meine Inhalte (Was ist das für eine Formulierung? Hallo? Haben Sie eigentlich heute schon meine INHALTE gelesen?), dann schrübe ich wohl nicht spannend/gut/interessant/was weiß ich wie. Könnte ich es auch lassen. Fakt ist: ich liebe es, wenn mein Blog gelesen wird. (und es viele Kommentare gibt, die ich nur sooo selten beantworte)

Ich selber kann diese Aussage nur ganz fett unterschreiben. Ich finde es schade, das dies zur Zeit so sehr zugenommen hat. Jeder wie er will. Ich denke, dadurch nimmt man sich selber die Möglichkeit, viele neue Leute kennenzulernen. Man verschwindet im Nirvana……….Warum lasse ich andere nicht mitlesen, lese aber selber überall ???? Das passt bei mir nicht zusammen. Ich hoffe, ich habe niemanden auf den Schlips getreten. Das ist nur meine Meinung. Ich hoffe dieser Virus wird sich schnell verflüchtigen und meine ganzen Lieblingsblogs kommen nicht auf so eine Idee. Ich lese sooooooooooooooooooooo gerne bei Euch.

7 Comments

  1. jana

    keine Panik, werde meinen Blog sofort „PRIVATISIEREN“!! :o)))).
    Ne, Scherz ! Sonst müßte ich mein Tagebuch zur Bank bringen.

  2. Suse

    Ach, ich kann die Idee durchaus verstehen und frage mich auch öfters, ob meine armen Kinder es verdient haben, so öffentlich bebloggt zu werden (wenn es nur um mich ginge, hätte ich sowieso keine Skrupel). Aber bis in mir der unverdrängbare Impuls „Neeeeein, das geht nun wirklich nicht mehr!“ kommt, mache ich weiter. Verstehe aber jeden, der es nicht mag.

  3. claudia hirschmann

    ich bin eine dieser mamas, die den blog privatisiert hat. ganz einfach aus dem grund, weil meine besucherzahlen immer weiter nach oben gegangen sind, ohne das ich wusste, um wen es sich handelt. meine idee für meinen blog war, ein tagebuch für mich, meine tochter und familie zu schreiben, die nicht am täglichen leben teilnehmen können. es war mir zu dem zeitpunkt nicht bewusst, wieviele menschen dann tatsächlich über uns stinknormales leben lesen möchten. mittlerweile möchte ich einfach mein kind nicht mehr zur schau stellen in aller öffentlichkeit. ich weiss nicht, was sie in ein paar jahren dazu sagen würde. es geht einfach um die „blog-art“. für mich ist mein blog eben wirklich ein tagebuch. und ich will wissen, wer es liest. nach wie vor freue ich mich über jeden besucher! nur möchte ich diesen besucher kennen!

  4. Ines

    Vieleicht gehe ich auch blos mit dem Internet ansich anders um. Aber naja…es ist wie es ist ;O)…vieleicht sollte ich auch mal einen Zähler einbauen…:OD

    Aber ich wollte niemanden ärgern…nö nö..es gibt nur diese Tage…………

  5. Thomas Jacobi

    Hier wurde geschrieben: „…ohne das ich wusste, um wen es sich handelt.“ Ich habe mir den Blog angeschaut. Man muss sich also dort registrieren, um lesen zu können. Nur was soll das? Ich kann mich bei wordpress auch unter einem anderen Namen registrieren, wenn ich wollte. Auch wenn das die wenigsten tun werden, deshalb weiß man doch noch lange nicht, wer hinter diesen Namen steckt. Es sei denn, die Leute kommen dann allesamt persönlich zu einem Kaffeekränzchen bei einem vorbei.
    Für mich also nicht nachvollziehbar. Ich habe auch einen Blog für meine Tochter angelegt, werde aber nie auf die Idee kommen, dort etwas hinein zu schreiben, was sie später kompromittieren könnte. Es kommt also auf den Inhalt an.
    Es gibt hier also nichts zu verheimlichen, dafür schreibt man richtige Tagebücher, die im Internet nichts zu suchen haben.
    Und wie bereits jemand schrieb: wenn ich bei anderen lese, dann soll er dies auch bei mir können – ohne Hindernisse.

  6. jana

    Wieso sollen nicht andere teilhaben an meinem Leben vor allem an dem meiner Kinder? Wieso sollen andere meine Kinder nicht sehen dürfen? Muß ich mich für sie schämen? Soll ich sie zu Hause im Keller verstecken? Dann dürften sie auch nicht mehr in die Schule oder den Kiga. Da sind sie doch ebenfalls der Öffentlichkeit ausgesetzt und es passieren da bestimmt öfters peinliche Dinge! Schließlich setze ich ja keine Fotos oder Artikel rein mit denen ich sie blamieren könnte. Und außerdem werden sie schließlich vorher gefragt und meist sind sie total begeistert wenn Mama mal ein neues Bild von ihnen veröffentlicht.Ich finde, es ist doch toll wenn man seine Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen teilen kann, ansonsten würde ich wirklich empfehlen Tagebuchschreiben—- und unterm Kopfkissen verstecken! :o) Was ist sonst der Sinn eines Blog’s?

  7. Suse

    @ jana: Es geht doch gar nicht darum, dass man sich schämen müsste für seine Kinder. Im Gegenteil. Ich schäme mich keineswegs für meine Kinder, sondern bin ausgeprochen stolz auf diese schlauen, schönen kleinen Wesen. ABER: Auch ein Kind hat ein Recht auf Privatsphäre – und da es selbst über diese noch nicht befinden kann, muss ich als Mutter/Elternteil das tun. Und da finde ich es vollkommen legitim zu überlegen, ob diese Privatsphäre durch ein öffentliches Tagebuch inklusive Fotos gestört oder gar verletzt wird.

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